Der Krieg gegen die Bugs dauert nun schon seit Jahren an und noch immer ist kein Sieg in Sicht. Die riesigen Insekten sorgen mit sich rasend schnell entwickelnden Mutationen für immer neue Probleme für die scheinbar unterlegene Menschheit. Auch unter der Zivilbevölkerung macht sich Unmut breit, die Zahl der Kriegsgegner wächst, die Föderation verliert an Ansehen.
Johnny Rico (Casper van Dien) ist inzwischen zum erfolgreichen und beinharten Colonel aufgestiegen. Doch als er auf einer Farmer-Kolonie auf seine alte Bekannte Lola Beck (Jolene Blalock) trifft, gerät er in Schwierigkeiten. Es kommt zum Handgemenge mit einem Vorgesetzten, Rico wird wegen Ungehorsams zum Tod am Strick verurteilt. Die Föderation verschont ihn aber überraschend, nur um ihn auf ein Himmelfahrtskommando zu schicken: Er soll den verschollenen Sky Marshall (Stephen Hogan) auf einem von Bugs verseuchten Planeten ausfindig machen…
Regie: Edward Neumeier
Darsteller: Casper van Dien, Jolene Blalock, Stephen Hogan, Boris Kodjoe,…
Review:
Der nun dritte Teil der „Starship Troopers“ Reihe. Man schwilgt in Erinnerung an den gelungenen ersten Teil, dann verblasst die Erinnerung, wegen dem wirklich mäßigen zweiten Teil und was bietet uns der Dritte?
Durch den mäßigen zweiten Teil waren die Erwartungen auf einem relativ niedrigem Niveau, was auch wirklich vorteilhaft ist. Viel Spannung findet man im Film nicht, die Bugs („Archies“) sind wirklich mies animiert und die Marauder sehen wirklich…nun ja, wirklich schlecht aus. Man könnte schon behaupten, die Animationen wurden nicht von einem der talentiertesten Menschen durchgeführt, mit einem Budget von 20 Mio. Dollar, hätte mehr drin sein können.
Doch es gibt auch gelungenen Animationen, bei den Anwerbungen und den Hintergrundinformationen zu bestimmten Ereignissen („Do you want to know more?“), wurde sich mehr Mühe gegeben und diese sehen auch richtig gut aus und fügen sich gut ein.
Schön ist es auch, Casper van Dien wieder als Johnny Rico zu sehen, leider nicht mehr ganz so überzeugend, wie im ersten Teil, aber doch ok, sein Satz den er am Ende des ersten Teil gebracht hat – „Come on you apes, you wanna live forever?“ – brachte er beim ersten Angriff der Bugs. Rico ist in der Hierarchie des Militärs aufgestiegen und ist nun Colonel, er hat also etwas mehr Weisungsbefugnisse und Verantwortung gegenüber seiner Truppe.
Der Sky Marshall, der so einige Talente besitzt, wie singen, hat eine göttliche Offenbarung erheilt und ist nun auf „seiner“ Mission um Gott zu finden. Während des Sehens kommt man schon vor der Hälfte des Films auf die Idee, wer der „Gott“ sein könnte, gegen Ende erfährt man auch seinen eindrucksvollen Namen. Religion und Glaube ist ein häufig aufgegriffenes Thema während des Filmes, ob dies die ideale Zutat für einen Film ist, der nur „Bürgern“ Rechte zuspricht und Menschen, die gegen das Föderalistische System sind, aus dem Weg räumt, ist eher eine Geschmacksfrage. Es kommen dann auch noch einige moralische Frage auf den Zuschauer zu wie: „Ist es richtig einen Planeten mit Bugs zu zerstören?“. Moral und Religion in einem Actionfilm abzuhandeln oder sogar noch eine Forderung an den Rezipient zu stellen sich damit auseinanderzusetzen, eine zu hohe Forderung des Regisseurs.
Es lassen sich aufgrund des Föderalistischen Systems schon einige Parallelen zu gewissen Regimen nicht leugnen, aber damit sollte es auch genug sein, da wie weiter oben schon erwähnt, das System gegen unerwünschte Gegner vor geht.
Alles in Allem bietet „Starship Troopers 3″ eine bessere Unterhaltung als der zweite Teil und als Fan der Reihe, sollte man sich den Film auch einmal ansehen, wenn man Zeit und Laune dazu hat.
„Starship Troopers 3: Marauder“ erhält von mir 5 von 10 Punkten.
Eine ausführliche Inhaltsbeschreibung findet sich hier.
Japanischer Trailer (Spoiler!)
Der japanische Trailer ist ausführlicher als der US-Trailer. Hier sieht man auch sehr viel von den bescheidenen CGI-Effekten und auch das Thema mit Gott wird angesprochen.
Deutscher Trailer (ähnlich dem japanischen Trailer)


























