St. Trinian ist ein Mädchen-Internat, in dem Rock’N’ Roll angesagt ist. Die Girls tragen Minimal-Mini, gebärden sich als Gothic Punks oder Cheerleader-Schlampen und gehen auch schon mal auf Kunstraubtour. Die gestrenge, aber kiffende Millicent Fritton ist die Direktorin. Und der will es der neue Bildungsminister Geoffrey Thwaits heimzahlen und die unkonventionelle Lehranstalt schließen lassen.
Review:
Schulreform auf die englische Art.
In Die Girls von St. Trinian wird jede Randgruppe erwähnt, Streber, Emos, Prolls, Snobs usw…kein Klischee wird ausgelassen.
Die Schule St. Trinian steckt in finanziellen Nöten und muss innerhalb eines Monats 500.000 Pfund auftreiben. Die Schülerinnen sind seltsamerweise in allen Fertigkeiten gerüstet und an Unterstützung von den Lehrkräften mangelt es auch nicht. Sozusagen, die gewünschte Harmonie von Lehrer und Schüler.
Hier merkt man auch sehr schnell, wie die Unterschiede zwischen den US High School Filmen und dem europäischen Markt sind. In den USA wird in High School Komödien darauf gezielt, den Schülern Selbstvertrauen zu geben und dann aus (meistens) Eigeninitiative die Schule zu verschönern, als Beispiel: High School High. In dieser britischen Komödie sind alle Merkmale aus Schülersicht schon gegeben, Motivation, Selbstverwirklichung und Teamgeist, die Aufgabe, etwas zu erhalten und in seiner jetzigen Form zu schützen und nicht zu verändern.
Die Girls von St. Trinian zielt ohne Frage auf ein junges Publikum ab. Wenn man nicht zu dieser Zielgruppe gehört…ja…dann ist der Film an einigen Stellen, anstrengend.
Es ist ein Film, wo man getrost sagen kann, muss man nicht gesehen haben. Vereinzelt steckt hier und da ein Lacher, aber nichts außergewöhnliches, das Lange in Erinnerung bleibt.
Rupert Everett und Colin Firth sind zwar nicht gefordert von ihren Rollen, aber dafür haben beide sichtlich Spaß dabei gehabt, sie zu spielen.
Die Girls von St. Trinian erhalten von mir 6 von 10 Punkten
Kinostart ist am 07.08.2008
