Das erste Poster zu ‘Disaster Movie’ ist bei MTV veröffentlicht worden. ‘Disaster Movie’ ist von den gleichen Machern wie ‘Epic Movie’ oder ‘Date Movie’, welche an sich schon nicht der Brüller waren.
Trotzdem finde ich das Poster gar nicht mal so schlecht. Schlichte Sachen wirken immer noch am besten.
Alternative Titel:
*Goodie Two Shoes
*Meet the Spartans 2
*Meet the Spartans 2: The Story of McLover & The Kingdom of the Crystal Beer Can
Durch diese Titel kann man schonmal gut einschätzen um was es gehen kann.
Vor fünfzehn Jahren ermordete der damals zehnjährige Michael Myers (Tyler Mane) den Großteil seiner eigenen Familie auf grausame Art und verbrachte anschließend sein Leben in einer Hochsicherheitsanstalt für psychisch schwer Gestörte. Diese drei Morde sollen aber nicht seine letzten gewesen sein, aufgrund einer Unachtsamkeit der Wachen, gelingt es Michael zu flüchten. Nur Dr. Loomis (Malcolm McDowell), der den jungen Mann jahrelang studierte, weiß die Bedrohung einzuschätzen, die von dem Psychopathen ausgeht und heftet sich an dessen Fersen. Michaels Weg führt ihn nach zurück nach Haddonfield, in seinen Heimatort, um Jagd zu machen auf seine kleine Schwester Laurie (Scout Taylor-Compton), das verbliebene Familienmitglied. Ein Massaker steht dem verschlafenen Städtchen in der Halloween-Nacht bevor denn Michael kehrt zurück nach Hause – ein kleiner Junge, der in seiner Kindheit weder eine intakte Familie noch irgendwelche Freunde hatte, kehrt als das personifizierte Böse zurück und scheinbar kann ihn niemand aufhalten…
Review:
1978 hatte es John Carpenter geschafft eine neue Art des Horrors zu entwickeln – Halloween. Fortsetzungen erschienen die nicht mehr die Intensität des Originals erreichten.
Rob Zombie machte sich an die Arbeit und legte den Klassiker von 1978 neu auf, in seiner eigenen Interpretation.
Halloween – jeder kennt den Film oder auch das von John Carpenter komponierte Theme. Was darf man von dem ‘Remake’ erwarten?
Die Story ist wohl bekannt. Michael Myers ein, 10 jähriger Junge, mit etwas eigenen Hobbies. Er fotografiert tote Tiere und hat auch eine tote Katze in seinem Rucksack durch die Gegend getragen. In der Schule legt er sich mit den ‘Schulschlägern’ an und seine Mutter wird häufig zum Direktor gerufen, weil Michael was angestellt hat. Zu Hause herrschen nicht die besten Bedingungen für ihn, seine Schwester, Judith, hänselt und beleidigt ihn, mehr als bei Geschwistern eigentlich üblich ist. Der Freund der Mutter, ein taugenichts, beleidigt die Mutter mit unterschiedlichen Schimpfwörtern und auch Michael. Die einzige Person auf die Michael bauen kann, ist seine Mutter, die bestmöglicht versucht Michael besser zu erziehen und zu beschützen. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Mutter in einem Strip-Club arbeitet und das führt dann in der Schule zu Eskalationen.
Michael hat schon als kleiner Junge eine Neigung zu Masken, bisher läuft er mit einer Clownsmaske durch die Gegend.
An Halloween will er mit seiner Schwester losziehen und von Haus zu Haus gehen um Süßigkeiten einzusammeln. Judith hat keine Lust darauf, weil ihr Freund vorbeikommt und da kann man dann „andere“ Dinge machen, anstatt mit dem kleinen Bruder Süßigkeiten sammeln.
Dies ist der Tag, wo die Bombe für Michael platzt. An Halloween bringt er fast seine gesamte Familie um. Am Vormittag hat er einen Schulschläger zu Tode geprügelt und nun ist die Familie dran. Er fängt beim Freund der Mutter an, der vor dem Fernseher eingeschlafen ist. Michael nimmt eine Menge Klebeband und fesselt ihn und schneidet ihm die Kehle durch, danach folgt der Freund der Schwester, der sich in der Küche einen kleinen Snack reinhauen will und zum Schluss noch seine Schwester.
Als die Mutter von der Arbeit heimkommt, findet sie Michael draußen auf der Treppe sitzend. Michael ist vollkommen verstört. Michael wird verhaftet und dann ins Smith’s Grove eingewiesen.
Dr. Loomis ist für Michael der Zuständige in Smith’s Grove. Er betreut Michael und versucht heruaszufinden, was mit ihm los ist. Michael beteuert aber, er könne sich nicht an die Morde erinnern. Seine Mutter besucht ihn regelmäßig und unterstützt ihn.
Eines Abends spricht ein älterer Häftling mit Michael und rät ihm sich von allem loszusagen und nur noch seinen Gedanken nachzugehen, da diese keine Hindernisse kennen. Von nun an schweigt Michael. Nach einem Vorfall in der Anstalt beschließt Michaels Mutter Selbstmord zu begehen, weil sie es nicht länger erträgt.
15 Jahre später wird Michael aus dem Sanatorium ins Gefägnis versetzt, er ist ungefähr 25-27 Jahre alt und aus dem kleinen Michael mit Babyspeck Wangen wurde ein knapp 2 Meter großer und schlanker Psychopath…
Aus der Zusammenfassung kann man schon den ersten Eindruck bekommen, wie der Film ist. Leider hört es sich besser an als es tatsächlich ist. Als Kritikpunkt Nummer Eins sehe ich Michael, im Alter von 10 ist er noch, wie man sich einen zehnjährigen vorstellt, noch ein wenig Babyspeck auf den Wangen und daraus wird dann ein zwei Meter großer und durchtrainierter Psychopath mit der Stärke eines Hulk? Das kann echt nicht sein und wirkt dementsprechend auch.
Die Charaktere bieten dem Zuschauer nicht viel Tiefe oder Einfühlungsvermögen. Alle sind sehr starr und oberflächlich gehalten. Einzig die Mutter hebt sich etwas ab. Ich denke, dass dieser Punkt etwas ausführlicher behandelt hätte werden sollen. Die Laufzeit des Films wäre ausreichend gewesen.
Der Film schöpft seine Momente aus einigen gut in Szene gesetzte Bilder – mehr aber auch nicht. Potential für mehr ist definitiv vorhanden. Michael geht auch nicht zimperlich mit seinen Opfern um und es spritzt einiges an Blut wie für jeden guten Horrorfilm gibt es auch ein paar Highschool Mädchen zu bewundern, die das klassische Klischee erfüllen.
Das Ende des Films ist zu lang geworden, es wird der Eindruck erweckt, einen Spannungsbogen aufbauen zu wollen, der keine Spannung enthält, so ist es ein zäher Kampf mit den Nerven, bis das Ende erreicht ist.
Ich habe mich ehrlich auf diesen Film gefreut und gehofft, dass er sich etwas abhebt und Myers aus einer anderen Perspektive betrachtet, was in Ansätzen gelungen ist.
Bisher habe ich mir nur die Kinofassung angesehen, den Director’s Cut schau ich mir auch bald an und schreibe dann selbstverständlich auch dazu auch ein kurzes Review.
Sorry Rob, Halloween bekommt von mir 5,5/10 Punkten. (Kinofassung)