Travis Bickle (Robert De Niro) ist ein Außenseiter. Nicht zuletzt durch seinen Beruf als Taxifahrer lernt der Vietnamveteran die Gesellschaft zu hassen. Die Leere und Kälte, die von den Menschen um ihn herum auszugehen scheint, bringen ihn dazu sich Waffen zu besorgen und für den Kampf gegen den Rest der Welt zu wappnen. Beinahe per Zufall wählt er eine junge Prostituierte (Jodie Foster) aus und nimmt sich ihrer an. Sein Ziel ist es, sie aus ihren Leiden zu befreien. Als er schließlich merkt, dass sie nichteinmal zu realisieren scheint unter welchen Umständen sie lebt, läuft er Amok…
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Robert DeNiro, Jodie Foster, Albert Brooks, Harvey Keitel,…
Review:
Travis Bickle, ein ehemaliger US-Marine, leidet unter Schlafproblemen um dagegen etwas zu unternehmen, fängt er als Taxi Fahrer an. Beim Vorstellungsgespräch wird er gefragt, ob er auch in die „übleren“ Gegenden fährt. Dies beantwortet er mit einem Ja.
Bei seinen Touren durch New York, sieht er den „Abschaum“ auf den Straßen und entwickelt ein Gefühl der Abneigung gegen sie. Als er an einem Wahlkampfbüro vorbeifährt entdeckt er Betsy. Betsy scheint für ihn die Erlösung aus dem Sumpf des Abschaums zu sein. Er nimmt allen Mut zusammen und spricht sie im Wahlbüro an und lädt sie zu einem Kaffee ein. Kurze Zeit später verabreden sie sich wieder und wollen ins Kino gehen. Travis kennt aber nur Pornokinos, weil er sich dort die Zeit vertreibt, wenn er nicht schlafen kann. Betsy ist etwas überrascht als er sie in ein Pornokino ausführt. Sie zeigt aber guten Willen und geht mit, verlässt aber kurze Zeit später erbost den Saal und will nichts mehr von Travis wissen. In Travis’ Augen war Betsy seine Erlösung und Möglichkeit der Kreislauf der Einsamkeit zu durchbrechen.
Einige Zeit später findet er in Iris einen neuen Engel. Iris ist eine Prostituierte und sehr jung (im Film heißt es, sie sei 12 Jahre alt). Travis sucht Iris auf und bietet ihr an, sie aus den Fängen ihres Zuhälters zu befreien. Iris ist sich nicht so sicher und willigt erst später mehr oder weniger ein. Travis hat sich in der Zwischenzeit verschiedene Waffen besorgt und trainiert auch wieder seinen Körper.
Am Abend, wo er Iris befreien will, schreibt er ihr noch einen Brief und legt ihr Geld bei, damit sie woanders hinfahren kann.
Es folgt eine blutige Schießerei und Travis überlebt. Iris ist daraufhin zu ihren Eltern heimgekehrt und besucht wieder die Schule. Travis wird als lokaler Held gefeiert, der es mit der Mafia aufnahm.
Eines Abends steigt Betsy in sein Taxi und sie tauschen nur ein paar Wortfetzen aus.
Travis Bickle bezeichnet sich selbst als „Gottes einsamster Mensch“. Diese Einsamkeit zieht sich durch den kompletten Film und zeigt, wie sich ein Bürger in einer Großstadt (New York), selber isoliert. Der Bann der Isolation wird beinahe gebrochen als er Betsy kennenlernt.
Bickle verkörpert einen gequälten Geist. Schlaflosigkeit und jeden Abend die Brutalität der Straßen. Mit seinen Kollegen spricht er kaum und bringt sich nicht in Gespräche ein. Seine Vorstellung „Gottes einsamster Mensch“ wird für ihn der Nährboden für Gewalt.
Taxi Driver ist drastisch, kalt und emotionslos.
Die einzige Kritik die bei diesem Film auftreten kann ist, dass man ‘ältere’ Filme nicht mag. Taxi Driver wurde 1976 gedreht und hat schon einige Jahre hinter sich. Es gibt Menschen, die mögen ältere Filme nicht, sei es der Stil oder die Hintergründe die zu einem Film geführt haben.






