‘I Am Legend’ – Review

Robert Neville (Will Smith) war ein hervorragender Wissenschaftler, aber auch er konnte nicht verhindern, dass ein Virus vor 3 Jahren die gesamte Menschheit befiel. Nur er wurde aus unbekannten Gründen verschont und hat es sich inzwischen in einer immer mehr verwahrlosenden Umgebung eingerichtet.

Tagsüber kann er sich verhältnismässig frei bewegen, aber nachts lauern überall Gefahren durch vampirähnliche infizierte Gestalten, die nur das Sonnenlicht fern halten kann. Doch die Bedrohung wächst ständig und er versucht ein Gegenserum zu entwickeln…

Regisseur: Francis Lawrence

DVD Veröffentlichung: 23.05.2008

DVD Review

Review:
1954 erschien von Richard Matheson “I Am Legend”. Das Buch stellt eine Symbiose zwischen Science-Fiction und Vampirroman dar.
Da das Buch sehr erfolgreich war, erschien 1963 die erste Verfilmung von “I Am Legend”, der Film hieß “The Last Man On Earth”. Eine zweite, indirekte, weil das Buch als Vorlage diente, Verfilmung stand 1971 an und hieß “Der Omega-Mann”.
2007 steht nun die dritte Verfilmung von “I Am Legend” an, in der Hauptrolle Will Smith.

Optik:
Was soll man sagen? Man sieht ein totes New York. Diese Bilder sind einfach beeindruckend. Eine Stadt, die nie zum erliegen kommt und ständig in Bewegung ist, ruht. Selten hat man sowas gesehen.
Die Straßen verwildert und die Autos auf der Straße eingestaubt. Stellenweise sieht es ein klein wenig wie bei “Jumanji” aus. Dahinter steckt eine Menge Aufwand, der sich wirklich für den Film gelohnt hat. Man hätte Einsamkeit nicht besser in Bilder fassen können.

Story:
Der Film startet mit einer Meldung aus den Nachrichten das ein Heilmittel gegen Krebs entdeckt wurde. Dieses Heilmittel besteht aus einem Virus. Zum Nachteil aller, entwickelt sich das Virus weiter und lässt die Krebskranken zu Vampire mutieren. Da ein Virus zum Überleben auch einen Wirt braucht, greifen die Vampire auch die gesunde Bevölkerung an. Um eine Pandemie zu vermeiden wird Manhatten abgeschottet und nur der Bevölkerungsanteil gerettet, der nicht infiziert ist.
Natürlich gibt es auch Menschen, die eine Resistenz gegen den Virus haben, wie Robert Neville.
Nun sind wir mittendrin im Geschehen. Seine Familie hat er versucht zu retten, welches leider gescheitert ist. Als einziges Überlebendes Familienmitglied bleibt Samantha. Der Hund der Familie. Hunde reagieren nämlich nicht auf die Übertragung per Luft.
Robert Neville hat sich in seinem Haus ein Labor eingerichtet um seine Suche nach einem Gegenmittel zu beenden. Er lässt über das Radio täglich eine Nachricht verlauten wo er sich am Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht, befindet.
Tag für Tag, Woche für Woche. Er hat alte Nachrichte aufgenommen und lässt sie neben dem Frühstück laufen. Danach fährt er in die Stadt und leiht sich einen Film aus. Vor und in der Videothek hat er Schaufensterpuppen aufgestellt um das Gefühl zu haben nicht ganz allein zu sein.
Gelegentlich fängt er einen Vampir um seine Forschungen an ihm durchzuführen um ein Heilmittel zu finden.
Nachdem seine Hündin Sam durch einen Kampf mit dem Virus infiziert worden ist, bleibt ihm nichts anderes übrig als sie zu töten. Somit ist das letzte Familienmitglied von ihm gegangen und er stürzt in eine tiefe Depression. Diese geht soweit, dass er sich nachts an den Vampiren rächen will und dadurch schon fast sein eigenes Todesurteil verfasst.
Doch dann tauchen doch noch Menschen auf, welche nicht infizierte sind, die seine Nachricht über Radio gehört haben und retten sein Leben.
Die Retter sind auf der “Durchreise” und wollten ihn in die Bastion der Überlebenden mitnehmen, damit er da seine Forschungen zum Wohle der verbliebenen Menschen abschließt.
Die Vampire sind ihnen gefolgt und am Abend kommt es dann zum großen Showdown.

Schauspieler:
Hauptdarsteller ist Will Smith. Daher lege ich meinen Schwerpunkt auf ihn. Gegen Ende des Films tauchen noch andere Schauspieler auf, aber das ist so eine kurze Zeit, das ist nicht die Rede Wert.
Die Disziplin und den einstudierten Tagesrhythmus, hat er sehr gut dargestellt. Er verbreitet das Gefühl, wirklich allein auf der Welt zu sein.
Zu der Einsamkeit kommen noch die Schuldgefühle wegen des Todes seiner Familie und das nicht erreichen seines Ziels, ein Gegenmittel zu entdecken.
Sehr beeindruckend gespielt Herr Smith.

Special-Effects:
Die Darstellung der Vampire ist etwas einfallslos gewesen. Im Groben kann man sagen, die Vampire sehen aus wie Gollum und bewegen sich stellenweise auch so, nur etwas gelenkiger. Dies stellt ein wirklich fettes Minus des Films dar.

Fazit:
Schwer diesen Endzeit Film einzuordnen. Auf der einen Seite ein fantastischer Will Smith und auf der anderen Seite eine Menge Ungereimtheiten.
Ein Kritikpunkt ist die Lauflänge des Films. In der kurzen Zeit von 96 Minuten, ist es einfach nicht möglich, Erklärungen zu liefern, warum die Dinge so geschehen. Leider kommt das Ende sehr schnell und wirft dann solche Fragen auf, wie z.B.:
Wie kommt Fred an die andere Stelle und wer hat dort die Falle gelegt – er selber? Weiß Neville es nur nicht mehr? Treten Mutationen bei den Vampiren auf, dass sie eine Immunität gegen Sonnenlicht entwickelt haben? Wieso hat er diese nicht bei den Experimenten an Vampiren entdeckt? Warum gibt es ein “Alpha-Vampir”?
Schade. Es hätte nicht geschadet ein paar Erklärungsansätze anzuschneiden.
Bisher habe ich nur die Kinofassung gesehen. Ich werde mir bald die Fassung mit dem alternativen Ende ansehen und berichte dann, welche Fassung in sich stimmiger ist.

Hier kann ich wirklich nur auf das Buch von Richard Matheson empfehlen, welches sehr gut geschrieben ist und viele der Fragen von oben beantwortet. Das Buch endet auch nicht wie in der Kinofassung mit einem “Happy End”, weil es ja Hoffnung nun für die verbliebene Menschheit gibt, sondern geht von einer neuen Spezies Mensch aus. Im Buch wird deutlicher, warum der Titel “Ich bin Legende” ist.

Die Kinofassung erhält von mir 6,5/10 möglichen Punkten.

Trailer

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Eine Antwort zu “‘I Am Legend’ – Review”

  1. ‘I Am Legend’ - Review zur alternativen Fassung « Kinetoskop Sagt:

    [...] Ich beschreibe hier nun nur das alternative Ende und wie es sich auf den gesamten Film auswirkt, ein ausführliches Review zur Kinofassung findet ihr hier. [...]


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